Mit dem Velo nach Mostindien

(1/3) Es ist dem Spannungsbogen zuträglich, dass erst im letzten Teil der Trilogie Mostindien erreicht wird. Nur so viel sei erwähnt, mein Titelbild lässt die mostindische Küste erahnen. Der 1. Abschnitt meiner Radreise führte mich durch Oberschwaben. Dort „treppelte“ ich entlang der Schwäbischen Eisenbahn.

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In der Augustmitte war der Korndrusch im ländlichen Oberschwaben in vollem Gange. In Ulm, wo ich meine Radtour startete, befindet sich übrigens das Deutsche Brotmuseum. Und auch der höchste Kirchturm der Welt!

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Biberach an der Riss ist eine ehemalige paritätische Reichsstadt. Katholische und Evangelische teilten sich die Ämter der Stadt. So ist die Stadtpfarrkirche St. Martin heute noch eine Simultankirche, die beide Konfessionen nutzen. Auch auf dem Bild ist das Rathaus mit seinen drei Türmen. Ob das „Herrgöttle von Biberach“ im Kirchturm oder im Rathaus residiert? 😉

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Dieser Blick auf den Rathausplatz von Bald Waldsee mutete mir orientalisch an. Es war Napoleon, der das überwiegend katholische Oberland dem württembergischen Herzog zuschlug. So entstand das neue Königreich Württemberg, in dem die evangelischen Altwürttemberger und die katholischen Oberschwaben nun zusammen leben. Es wird dem Oberland aber nicht gerecht, es nur auf das Idyllische zu reduzieren: In Bad Waldsee ist z.B. Hymer und in Biberach Liebherr zu Hause. In Biberach forscht auch Böhringer-Ingelheim.

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Mit dem Bau der Ost- und Südbahn von Stuttgart über Ulm nach Friedrichshafen wurde das neue württembergische Oberland um 1850 an die Hauptstadt angebunden. So entstand in der Folge das bis heute beliebte Volkslied „Auf de Schwäb’sche Eisenbahne“ (unbedingt auf Youtube mit Willy Reichert anschauen). Den Geißbock und das Bäuerle habe ich am Bahnhof Durlesbach aufgenommen. Dieser ist seit 1984 stillgelegt, nun aber bewirtet. Er liegt im Schussentobel bei Bad Waldsee. Außerdem sieht man in meiner Collage eine der schönsten Dorfkirchen der Welt: Die Wallfahrtskirche in Steinhausen bei Bad Schussenried.

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„Im Weingarten des Herrn“. Die gleichnamige Stadt besitzt eine imposante barocke Basilika. Auch deutet der Stadtname darauf hin, dass hier früher fleißig Weinbau betrieben wurde. In der Nachbarstadt Ravensburg, welche auch im Schussenbecken liegt, befindet sich übrigens die kleinste eingetragene Einzellage Deutschlands: Am „Rauenegg“ bewirtschaftet die Stadt einen Weinberg mit ca. 25 ar.

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Hoch über der oberschwäbischen Stadt Ravensburg wollte ich in der Jugendherberge übernachten, doch auch mit dem verschwitzten Radfahrer gab es kein Mitleid. Alle Betten waren bereits vergeben. Dafür gelang mir dieses Bild mit den Türmen der Stadt, und ich dachte mir: „Mensch ärgere Dich nicht!“

Im zwoten Teil der Trilogie geht es vor an den See, vorbei an Apfelplantagen und Hopfenfeldern. Auch die südlichste Weinbaugemeinde Württembergs und ein bayrischer Leuchtturm werden vorgestellt. Bitte einfach weiterblättern!

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